Social Network | Kaspar Stanschus
Projekt Social Network in Luckenwalde: Wiederverwendung einer historischen Tuchfabrik. Ein autofreies Quartier mit Laubengängen und Low-Tech-Klimakonzept.
- Ort: Haag 12, Luckenwalde, Deutschland
- Jahr: 2026
- Kategorie: Mischnutzung & Adaptive Umnutzung
- Größe: 3.000 m²
- Team: Kaspar Stanschus, Constantin Maasz
Vertikale Begegnung
Die rhythmisch versetzten Balkone entlang der Laubengänge fördern aktiv den sozialen Austausch und schaffen lebendige Begegnungszonen für die Bewohner.
Grüner Anker
Urban Gardening wird zum grünen Ankerpunkt: Gewächshäuser und integrierte Sitzbänke laden zur gemeinsamen Bewirtschaftung und zum Entspannen ein.
Urbane Bühne
Der zentrale Innenhof transformiert sich flexibel in eine urbane Bühne für kulturelle Events und nachbarschaftliche Begegnungen.
Offener Dialog
Großzügige Fensteröffnungen lösen die Grenze zum Stadtraum auf und rücken die sozialen Treffpunkte prominent ins öffentliche Blickfeld.
Der „Rote Faden“ transformiert die graue Infrastruktur in eine lebendige, autofreie Lebensader für ganz Luckenwalde.
Der Masterplan offenbart die städtebauliche Wucht der Intervention. Das Projekt beschränkt sich nicht auf das Grundstück der Fabrik, sondern zieht eine rote Ader quer durch das fragmentierte städtische Gewebe (dargestellt als weiße Orthogonalstruktur). Die unregelmäßigen roten Kreise entlang des Fadens visualisieren die im Text beschriebenen "sozialen Hotspots" – sie deuten an, dass der Weg dort zu Plätzen aufweitet, wo das Quartier verweilen soll. Es ist ein Leitfaden, der den weichen, menschlichen Maßstab über das starre Straßenraster legt.
The masterplan reveals the urban impact of the intervention. The project is not confined to the factory site but draws a red artery across the fragmented urban fabric (depicted as a white orthogonal structure). The irregular red circles along the thread visualize the "social hotspots" described in the text—indicating where the path widens into plazas for the community to linger. It is a guideline that superimposes a soft, human scale over the rigid street grid.
Ein feines Netz aus sozialen Impulsen verknüpft Kultur, Bildung und Begegnung im gesamten Quartier.
Dieser abstrakte Plan ist die grafische Übersetzung des "Roten Fadens". Die dicke rote Linie zerschneidet nicht, sondern verbindet. Sie markiert die neue, autofreie Ader. Bemerkenswert ist die Dichte der Piktogramme entlang dieser Route: Symbole für Kultur (Masken), Gastronomie (Besteck), Bildung (Hut) und Grünraum (Bäume) drängen sich an dieser Lebensader. Die gestrichelte schwarze Linie markiert offenbar eine Grenze des motorisierten Verkehrs oder den Rand des Untersuchungsgebiets. Die Grafik beweist die städtebauliche These des Projekts: Architektur allein reicht nicht; das Fabrikgebäude (vermutlich an einem der großen grünen Infopunkte) ist nutzlos, wenn es nicht an ein übergeordnetes, weiches Mobilitätsnetz angeschlossen ist.
This abstract plan is the graphic translation of the "Red Thread." The thick red line does not sever; it connects. It marks the new, car-free artery. Notable is the density of pictograms along this route: symbols for culture (masks), gastronomy (cutlery), education (graduation cap), and green space (trees) crowd this lifeline. The dashed black line apparently marks a boundary for motorized traffic or the edge of the study area. The graphic proves the project's urban planning thesis: architecture alone is not enough; the factory building (presumably located at one of the large green info points) is useless if not connected to a higher-level, soft mobility network.
Das neue Ensemble fungiert als präzises Gelenkstück, das industrielle Historie und urbane Zukunft räumlich verzahnt.
Hier zoomt die Analyse auf den Architekturmaßstab hinein. Der rote Weg (der Faden) ist hier nicht mehr nur eine Linie, sondern ein organisch geschwungener Freiraum, der sich als Kontrast gegen die harten, orthogonalen Kanten der umliegenden Bebauung (hellgrau) absetzt. Der Hauptbaukörper (die Tuchfabrik) ist mit seinem komplexen, kleinteiligen Dachaufsicht-Muster dargestellt – dies lässt die im Text erwähnten Cluster-Wohnungen und Maisonetten sowie die Dachgärten erahnen. Die rote Einfärbung der Bäume und Wegeflächen im Plan ist eine starke grafische Entscheidung: Sie zeigt, dass das Gebäude nicht am Rand des Weges steht, sondern dass Architektur, Weg und Landschaft zu einem einzigen "Sozialen Netz" aus demselben (roten) Material verschmelzen.
Here, the analysis zooms into the architectural scale. The red path (the thread) is no longer just a line, but an organically curving open space that contrasts with the hard, orthogonal edges of the surrounding buildings (light grey). The main building block (the cloth factory) is depicted with a complex, detailed roof plan pattern—hinting at the cluster apartments and maisonettes mentioned in the text, as well as the roof gardens. The red coloring of the trees and path surfaces in the plan is a strong graphic decision: it shows that the building doesn't just sit on the edge of the path, but that architecture, path, and landscape merge into a single "Social Network" made of the same (red) material.
Erhalt der identitätsstiftenden Ziegelhülle, Entkernung des maroden Inneren und Ergänzung zum geschlossenen Blockrand.{{68o843yfz}}
Öffentliche Basis (Werkstatt, Café, Gym) im Sockel, darüber vielfältige Wohnformen (Cluster, Maisonette, Single). {{urs7gfhdp}}
Diese Perspektive dekonstruiert die Wohn-Typologie. Während die Straßenfassade (vorherige Bilder) flach und streng ist, ist die Hofseite extrem plastisch. Man sieht stark auskragende Balkone und Laubengänge. Der Erläuterungstext spricht von "Vozonen als Balkon vor der Haustür" – genau das ist hier modelliert. Diese gestaffelten Balkone brechen die Monotonie der langen Riegelstruktur und fungieren als konstruktiver Sonnenschutz sowie als sozialer Pufferraum für die Bewohner. Rechts im Bild steht ein kleinerer, ebenfalls roter Neubau (Quartiers-Shop). Die einheitliche rote Farbgebung beider Volumen beweist die architektonische Haltung: Der Neubau ordnet sich nicht unter, sondern verschmilzt mit dem Bestand zu einem monolithischen Ensemble. Die grauen Zick-Zack-Elemente am Boden deuten die Freiraumgestaltung (Sitzlandschaften/Bühne) an.
This perspective deconstructs the residential typology. While the street facade (previous images) is flat and strict, the courtyard side is extremely sculptural. One sees heavily cantilevered balconies and access galleries. The explanatory text mentions "front zones as balconies at the front door"—this is exactly what is modeled here. These staggered balconies break the monotony of the long bar structure, functioning as structural sun protection and as a social buffer space for residents. To the right is a smaller, also red, new building (district shop). The uniform red coloring of both volumes proves the architectural stance: the new building does not subordinate itself but merges with the existing structure into a monolithic ensemble. The grey zigzag elements on the ground indicate the open space design (seating landscapes/stage).
Diese Frontalansicht offenbart die tektonische Spannung zwischen dem schweren Altbau und der neuen Erdgeschoss-Topografie. Die Hand senkt die rote Fassade ab. Man erkennt durch die tiefen Fensteröffnungen, dass der Baukörper tatsächlich hohl ist – eine Bestätigung des Textes, dass die Wohnebenen als reiner Holzbau nachträglich in die Hülle implantiert werden. Auffällig ist der Kontrast im Erdgeschoss: Die historische Fassade hat massive Stützpfeiler zwischen den Bögen, doch der Boden darunter (graue Pappe) stuft sich ab und ignoriert die Symmetrie der Fassade. Das zeigt, dass der "Open Ground" (Café, Werkstatt) als fließende, städtische Landschaft konzipiert ist, die sich nicht den Zwängen des alten Industriegrundrisses unterwirft.
This frontal view reveals the tectonic tension between the heavy existing building and the new ground floor topography. The hand lowers the red facade. Through the deep window openings, one can see that the volume is actually hollow—confirming the text that the residential levels are subsequently implanted into the shell as a pure timber structure. A striking contrast exists on the ground floor: the historic facade has massive pillars between the arches, yet the floor beneath (grey cardboard) steps down, ignoring the facade's symmetry. This shows that the "Open Ground" (café, workshop) is designed as a flowing, urban landscape that does not submit to the constraints of the old industrial floor plan.
Fokus auf der Transformation: Die historischen Bögen werden zur öffentlichen Tribüne geöffnet. Tiefe Laibungen rhythmisieren den Neubau.
Focus on transformation: historic arches open into a public tribune. Deep reveals give rhythm to the new construction.
Die Fassade nutzt 50 cm tiefe Faschen zur Verschattung. Ein einheitliches Rot verbindet Bestand und Ergänzung monolithisch.
The facade uses 50 cm deep reveals for shading. A uniform red color monolithically unites existing and new structures.
Depicting the urban joint. The uniform coloring marks the entire site as a cohesive "Social Network." Visualization of "Social Stacking." The generous height of public areas contrasts with the compact private modules.
Darstellung der städtebaulichen Fuge. Die einheitliche Farbigkeit markiert das gesamte Areal als zusammengehöriges "Social Network". Visualisierung des "Social Stacking". Die großzügige Höhe der öffentlichen Bereiche kontrastiert mit den kompakten privaten Modulen
Visible transfer slab above the ground floor, enabling column-free spaces for the café. Clear split between stone shell and timber core.
Sichtbare Abfangdecke über dem EG, die stützenfreie Räume für das Café ermöglicht. Deutliche Trennung von Stein-Hülle und Holz-Kern.
This rendering is visual proof of the sponge city principle. In the foreground, unsealed ground (soil and grass) breaks up the paving. The reflective rain puddle is not a graphic glitch but shows the retention swales for evaporative cooling. The architecture itself acts as a monochrome red backdrop. The cantilevered access galleries are heavily planted, illustrating the concept of the "balcony at the front door." The image communicates: historic industrial architecture, social activation (sports cage), and climate resilience merge here into a functioning ecosystem.
Dieses Rendering ist der visuelle Beweis für das Schwammstadt-Prinzip. Im Vordergrund bricht unversiegelter Boden (Erde und Gras) die Pflasterung auf. Die spiegelnde Regenpfütze ist kein Grafik-Fehler, sondern zeigt die Retentionsmulden zur Verdunstungskühlung. Die Architektur selbst tritt als monochromer, roter Hintergrund auf. Die auskragenden Laubengänge sind extrem dicht bepflanzt, was das Konzept des "Balkons vor der Haustür" verdeutlicht. Das Bild kommuniziert: Hier verschmelzen historische Industriearchitektur, soziale Aktivierung (Sport-Cage) und klimatische Resilienz zu einem funktionierenden Ökosystem.
The image proves the hybrid materiality: while the building appears as massive brick from the outside, the interior is a soft, warm construction made of regional timber. The historic structure is used merely as a "frame" (the large round-arched windows) viewing the city. The spatial geometry is de-hierarchized by the flowing seating staircase—there is no classic separation of corridor and room. On the exposed screed floor, the "Red Thread" runs precisely, intuitively guiding visitors through the building.
Das Bild beweist die hybride Materialität: Während das Gebäude von außen massiv aus Backstein wirkt, ist das Innere eine weiche, warme Konstruktion aus regionalem Holz. Die historische Bausubstanz wird nur noch als "Rahmen" (die großen Rundbogenfenster) für die Stadt genutzt. Die Raumgeometrie ist durch die fließende Sitztreppe de-hierarchisiert – es gibt keine klassische Trennung von Flur und Raum. Auf dem Sichtestrichboden verläuft präzise der "Rote Faden", der die Besucher intuitiv durch das Gebäude lenkt.
Der Plan zeigt die Verankerung im Stadtraum. Die dicken schwarzen Außenwände belegen den Erhalt der historischen Hülle, während die Innenstruktur entkernt und flexibel neu bespielt wurde. Der Rote Faden des Außenraums schmiegt sich an das Gebäude an, was die durchlässige Sockelzone ("Open Ground") betont.
The plan shows the anchoring in the urban space. The thick black exterior walls prove the preservation of the historic shell, while the interior has been gutted and flexibly repurposed. The "Red Thread" of the exterior hugs the building, emphasizing the permeable base zone ("Open Ground").
Die Kletterwand öffnet sich zur Stadt, während die Sitztreppen im Inneren geschützte Rückzugsbereiche schaffen.
Das "MaterialLab" und Gym. Die absolute Besonderheit dieses Plans ist die rote Linie, die sich physisch durch die Innenräume zieht. Das beweist, dass der städtebauliche "Rote Faden" nicht an der Fassade endet, sondern als Leitsystem und identitätsstiftendes Element die Architektur durchdringt. Die Treppenanlagen sind als weite Tribünen gezeichnet, was den öffentlichen Charakter unterstreicht.
Durch die tribünenartige Sitztreppe wandelt sich das Café bei Bedarf zum öffentlichen Auditorium mit Bühne.
Das "MaterialLab" und Gym. Die absolute Besonderheit dieses Plans ist die rote Linie, die sich physisch durch die Innenräume zieht. Das beweist, dass der städtebauliche "Rote Faden" nicht an der Fassade endet, sondern als Leitsystem und identitätsstiftendes Element die Architektur durchdringt. Die Treppenanlagen sind als weite Tribünen gezeichnet, was den öffentlichen Charakter unterstreicht.
Die Wohn-Ebene offenbart radikale Flächeneffizienz. Anstatt klassischer Flur-Wohnungen zeigt der Plan "Cluster-Wohnungen": winzige private Rückzugsräume (mit Bett und Bad) schalten sich an gewaltige, grüne Gemeinschaftsflächen. Der auskragende Laubengang an der Oberseite fungiert als Erschließung und sozialer Puffer.
Zweigeschossige Einheiten mit „Haus-im-Haus“-Charakter bieten flexiblen Raum für Familien.
The residential level reveals radical space efficiency. Instead of classic corridor apartments, the plan shows "cluster apartments": tiny private retreats (with bed and bath) connect to massive, shared green spaces. The cantilevered access gallery at the top functions as both circulation and a social buffer.
Low-Tech-Prinzip: Natürliche Querlüftung, 50 cm tiefer baulicher Sonnenschutz und Schwammstadt-Elemente zur mikroklimatischen Kühlung.
Natürliche Querlüftung
Solaranlage
Durch die Form fungiert die Kupferlaibung als Sonnenschutz.
Tiefe Wintersonne
Fußbodenheizung
Deckenkühlung
Konstruktive Präzision: Der Schnitt zeigt den Übergang vom massiven Bestandsmauerwerk (ausgerüstet mit einer dicken Innendämmung) zur sichtbaren Holzrippendecke des Innenraums. Rechts erkennt man den thermisch getrennten Anschluss des vorgelagerten Laubengangs.
Constructive precision: The section shows the transition from the massive existing masonry (equipped with thick internal insulation) to the visible ribbed timber ceiling of the interior. On the right, the thermally broken connection of the external access gallery is visible.
Social Network | Kaspar Stanschus
Project Social Network Luckenwalde: Adaptive reuse of a historic cloth factory. A car-free district featuring access galleries and a low-tech climate concept.
- Location: Haag 12, Luckenwalde, Germany
- Year: 2026
- Category: Mixed-Use & Adaptive Reuse
- Size: 3,000 sqm
- Team: Kaspar Stanschus, Constantin Maasz
Vertical Interaction
Rhythmically staggered balconies along the access galleries actively foster social exchange and create vibrant meeting zones for residents.
Green Anchor
Urban gardening serves as a green anchor: shared greenhouses and integrated benches invite collective cultivation and relaxation.
Urban Stage
The central courtyard seamlessly transforms into a vibrant urban stage for cultural events and community gatherings.
Open Dialogue
Expansive window openings dissolve the boundary to the urban space, placing social hubs prominently in the public eye.
The "Red Thread" transforms grey infrastructure into a vibrant, car-free lifeline for the city of Luckenwalde.
Der Masterplan offenbart die städtebauliche Wucht der Intervention. Das Projekt beschränkt sich nicht auf das Grundstück der Fabrik, sondern zieht eine rote Ader quer durch das fragmentierte städtische Gewebe (dargestellt als weiße Orthogonalstruktur). Die unregelmäßigen roten Kreise entlang des Fadens visualisieren die im Text beschriebenen "sozialen Hotspots" – sie deuten an, dass der Weg dort zu Plätzen aufweitet, wo das Quartier verweilen soll. Es ist ein Leitfaden, der den weichen, menschlichen Maßstab über das starre Straßenraster legt.
The masterplan reveals the urban impact of the intervention. The project is not confined to the factory site but draws a red artery across the fragmented urban fabric (depicted as a white orthogonal structure). The irregular red circles along the thread visualize the "social hotspots" described in the text—indicating where the path widens into plazas for the community to linger. It is a guideline that superimposes a soft, human scale over the rigid street grid.
A strategic network of social impulses links culture, education, and community across the entire district.
Dieser abstrakte Plan ist die grafische Übersetzung des "Roten Fadens". Die dicke rote Linie zerschneidet nicht, sondern verbindet. Sie markiert die neue, autofreie Ader. Bemerkenswert ist die Dichte der Piktogramme entlang dieser Route: Symbole für Kultur (Masken), Gastronomie (Besteck), Bildung (Hut) und Grünraum (Bäume) drängen sich an dieser Lebensader. Die gestrichelte schwarze Linie markiert offenbar eine Grenze des motorisierten Verkehrs oder den Rand des Untersuchungsgebiets. Die Grafik beweist die städtebauliche These des Projekts: Architektur allein reicht nicht; das Fabrikgebäude (vermutlich an einem der großen grünen Infopunkte) ist nutzlos, wenn es nicht an ein übergeordnetes, weiches Mobilitätsnetz angeschlossen ist.
This abstract plan is the graphic translation of the "Red Thread." The thick red line does not sever; it connects. It marks the new, car-free artery. Notable is the density of pictograms along this route: symbols for culture (masks), gastronomy (cutlery), education (graduation cap), and green space (trees) crowd this lifeline. The dashed black line apparently marks a boundary for motorized traffic or the edge of the study area. The graphic proves the project's urban planning thesis: architecture alone is not enough; the factory building (presumably located at one of the large green info points) is useless if not connected to a higher-level, soft mobility network.
The new ensemble acts as a precise joint, interlocking industrial history with the future of urban living.
Hier zoomt die Analyse auf den Architekturmaßstab hinein. Der rote Weg (der Faden) ist hier nicht mehr nur eine Linie, sondern ein organisch geschwungener Freiraum, der sich als Kontrast gegen die harten, orthogonalen Kanten der umliegenden Bebauung (hellgrau) absetzt. Der Hauptbaukörper (die Tuchfabrik) ist mit seinem komplexen, kleinteiligen Dachaufsicht-Muster dargestellt – dies lässt die im Text erwähnten Cluster-Wohnungen und Maisonetten sowie die Dachgärten erahnen. Die rote Einfärbung der Bäume und Wegeflächen im Plan ist eine starke grafische Entscheidung: Sie zeigt, dass das Gebäude nicht am Rand des Weges steht, sondern dass Architektur, Weg und Landschaft zu einem einzigen "Sozialen Netz" aus demselben (roten) Material verschmelzen.
Here, the analysis zooms into the architectural scale. The red path (the thread) is no longer just a line, but an organically curving open space that contrasts with the hard, orthogonal edges of the surrounding buildings (light grey). The main building block (the cloth factory) is depicted with a complex, detailed roof plan pattern—hinting at the cluster apartments and maisonettes mentioned in the text, as well as the roof gardens. The red coloring of the trees and path surfaces in the plan is a strong graphic decision: it shows that the building doesn't just sit on the edge of the path, but that architecture, path, and landscape merge into a single "Social Network" made of the same (red) material.
Preservation of the historic brick shell, internal gutting, and completion of the block perimeter with a new addition.{{68o843yfz}}
Public base (workshop, cafe, gym) at ground level, topped by diverse housing (cluster, maisonette, single). {{urs7gfhdp}}
Diese Perspektive dekonstruiert die Wohn-Typologie. Während die Straßenfassade (vorherige Bilder) flach und streng ist, ist die Hofseite extrem plastisch. Man sieht stark auskragende Balkone und Laubengänge. Der Erläuterungstext spricht von "Vozonen als Balkon vor der Haustür" – genau das ist hier modelliert. Diese gestaffelten Balkone brechen die Monotonie der langen Riegelstruktur und fungieren als konstruktiver Sonnenschutz sowie als sozialer Pufferraum für die Bewohner. Rechts im Bild steht ein kleinerer, ebenfalls roter Neubau (Quartiers-Shop). Die einheitliche rote Farbgebung beider Volumen beweist die architektonische Haltung: Der Neubau ordnet sich nicht unter, sondern verschmilzt mit dem Bestand zu einem monolithischen Ensemble. Die grauen Zick-Zack-Elemente am Boden deuten die Freiraumgestaltung (Sitzlandschaften/Bühne) an.
This perspective deconstructs the residential typology. While the street facade (previous images) is flat and strict, the courtyard side is extremely sculptural. One sees heavily cantilevered balconies and access galleries. The explanatory text mentions "front zones as balconies at the front door"—this is exactly what is modeled here. These staggered balconies break the monotony of the long bar structure, functioning as structural sun protection and as a social buffer space for residents. To the right is a smaller, also red, new building (district shop). The uniform red coloring of both volumes proves the architectural stance: the new building does not subordinate itself but merges with the existing structure into a monolithic ensemble. The grey zigzag elements on the ground indicate the open space design (seating landscapes/stage).
Diese Frontalansicht offenbart die tektonische Spannung zwischen dem schweren Altbau und der neuen Erdgeschoss-Topografie. Die Hand senkt die rote Fassade ab. Man erkennt durch die tiefen Fensteröffnungen, dass der Baukörper tatsächlich hohl ist – eine Bestätigung des Textes, dass die Wohnebenen als reiner Holzbau nachträglich in die Hülle implantiert werden. Auffällig ist der Kontrast im Erdgeschoss: Die historische Fassade hat massive Stützpfeiler zwischen den Bögen, doch der Boden darunter (graue Pappe) stuft sich ab und ignoriert die Symmetrie der Fassade. Das zeigt, dass der "Open Ground" (Café, Werkstatt) als fließende, städtische Landschaft konzipiert ist, die sich nicht den Zwängen des alten Industriegrundrisses unterwirft.
This frontal view reveals the tectonic tension between the heavy existing building and the new ground floor topography. The hand lowers the red facade. Through the deep window openings, one can see that the volume is actually hollow—confirming the text that the residential levels are subsequently implanted into the shell as a pure timber structure. A striking contrast exists on the ground floor: the historic facade has massive pillars between the arches, yet the floor beneath (grey cardboard) steps down, ignoring the facade's symmetry. This shows that the "Open Ground" (café, workshop) is designed as a flowing, urban landscape that does not submit to the constraints of the old industrial floor plan.
Fokus auf der Transformation: Die historischen Bögen werden zur öffentlichen Tribüne geöffnet. Tiefe Laibungen rhythmisieren den Neubau.
Focus on transformation: historic arches open into a public tribune. Deep reveals give rhythm to the new construction.
Die Fassade nutzt 50 cm tiefe Faschen zur Verschattung. Ein einheitliches Rot verbindet Bestand und Ergänzung monolithisch.
The facade uses 50 cm deep reveals for shading. A uniform red color monolithically unites existing and new structures.
Depicting the urban joint. The uniform coloring marks the entire site as a cohesive "Social Network." Visualization of "Social Stacking." The generous height of public areas contrasts with the compact private modules.
Darstellung der städtebaulichen Fuge. Die einheitliche Farbigkeit markiert das gesamte Areal als zusammengehöriges "Social Network". Visualisierung des "Social Stacking". Die großzügige Höhe der öffentlichen Bereiche kontrastiert mit den kompakten privaten Modulen
Visible transfer slab above the ground floor, enabling column-free spaces for the café. Clear split between stone shell and timber core.
Sichtbare Abfangdecke über dem EG, die stützenfreie Räume für das Café ermöglicht. Deutliche Trennung von Stein-Hülle und Holz-Kern.
This rendering is visual proof of the sponge city principle. In the foreground, unsealed ground (soil and grass) breaks up the paving. The reflective rain puddle is not a graphic glitch but shows the retention swales for evaporative cooling. The architecture itself acts as a monochrome red backdrop. The cantilevered access galleries are heavily planted, illustrating the concept of the "balcony at the front door." The image communicates: historic industrial architecture, social activation (sports cage), and climate resilience merge here into a functioning ecosystem.
Dieses Rendering ist der visuelle Beweis für das Schwammstadt-Prinzip. Im Vordergrund bricht unversiegelter Boden (Erde und Gras) die Pflasterung auf. Die spiegelnde Regenpfütze ist kein Grafik-Fehler, sondern zeigt die Retentionsmulden zur Verdunstungskühlung. Die Architektur selbst tritt als monochromer, roter Hintergrund auf. Die auskragenden Laubengänge sind extrem dicht bepflanzt, was das Konzept des "Balkons vor der Haustür" verdeutlicht. Das Bild kommuniziert: Hier verschmelzen historische Industriearchitektur, soziale Aktivierung (Sport-Cage) und klimatische Resilienz zu einem funktionierenden Ökosystem.
The image proves the hybrid materiality: while the building appears as massive brick from the outside, the interior is a soft, warm construction made of regional timber. The historic structure is used merely as a "frame" (the large round-arched windows) viewing the city. The spatial geometry is de-hierarchized by the flowing seating staircase—there is no classic separation of corridor and room. On the exposed screed floor, the "Red Thread" runs precisely, intuitively guiding visitors through the building.
Das Bild beweist die hybride Materialität: Während das Gebäude von außen massiv aus Backstein wirkt, ist das Innere eine weiche, warme Konstruktion aus regionalem Holz. Die historische Bausubstanz wird nur noch als "Rahmen" (die großen Rundbogenfenster) für die Stadt genutzt. Die Raumgeometrie ist durch die fließende Sitztreppe de-hierarchisiert – es gibt keine klassische Trennung von Flur und Raum. Auf dem Sichtestrichboden verläuft präzise der "Rote Faden", der die Besucher intuitiv durch das Gebäude lenkt.
Der Plan zeigt die Verankerung im Stadtraum. Die dicken schwarzen Außenwände belegen den Erhalt der historischen Hülle, während die Innenstruktur entkernt und flexibel neu bespielt wurde. Der Rote Faden des Außenraums schmiegt sich an das Gebäude an, was die durchlässige Sockelzone ("Open Ground") betont.
The plan shows the anchoring in the urban space. The thick black exterior walls prove the preservation of the historic shell, while the interior has been gutted and flexibly repurposed. The "Red Thread" of the exterior hugs the building, emphasizing the permeable base zone ("Open Ground").
The climbing wall opens to the city, while interior seating stairs create protected retreat areas.
Das "MaterialLab" und Gym. Die absolute Besonderheit dieses Plans ist die rote Linie, die sich physisch durch die Innenräume zieht. Das beweist, dass der städtebauliche "Rote Faden" nicht an der Fassade endet, sondern als Leitsystem und identitätsstiftendes Element die Architektur durchdringt. Die Treppenanlagen sind als weite Tribünen gezeichnet, was den öffentlichen Charakter unterstreicht.
The tribune-style seating allows the cafe to easily transform into a public auditorium with a stage.
Das "MaterialLab" und Gym. Die absolute Besonderheit dieses Plans ist die rote Linie, die sich physisch durch die Innenräume zieht. Das beweist, dass der städtebauliche "Rote Faden" nicht an der Fassade endet, sondern als Leitsystem und identitätsstiftendes Element die Architektur durchdringt. Die Treppenanlagen sind als weite Tribünen gezeichnet, was den öffentlichen Charakter unterstreicht.
Die Wohn-Ebene offenbart radikale Flächeneffizienz. Anstatt klassischer Flur-Wohnungen zeigt der Plan "Cluster-Wohnungen": winzige private Rückzugsräume (mit Bett und Bad) schalten sich an gewaltige, grüne Gemeinschaftsflächen. Der auskragende Laubengang an der Oberseite fungiert als Erschließung und sozialer Puffer.
Two-story units with a "house-within-a-house" character offer flexible space for families.
The residential level reveals radical space efficiency. Instead of classic corridor apartments, the plan shows "cluster apartments": tiny private retreats (with bed and bath) connect to massive, shared green spaces. The cantilevered access gallery at the top functions as both circulation and a social buffer.
Low-tech approach: Natural cross-ventilation, 50 cm structural shading, and sponge-city elements for microclimatic cooling.
Natural cross-ventilation
PV system
Due to its shape, the copper reveal functions as solar shading.
Low Winter Sun
Floor heating
Ceiling Cooling
Konstruktive Präzision: Der Schnitt zeigt den Übergang vom massiven Bestandsmauerwerk (ausgerüstet mit einer dicken Innendämmung) zur sichtbaren Holzrippendecke des Innenraums. Rechts erkennt man den thermisch getrennten Anschluss des vorgelagerten Laubengangs.
Constructive precision: The section shows the transition from the massive existing masonry (equipped with thick internal insulation) to the visible ribbed timber ceiling of the interior. On the right, the thermally broken connection of the external access gallery is visible.